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Von Argumenten und Meinungen

Argumente sind dazu da, andere von einer Meinung zu überzeugen.

Ein Argument ist als eine begründete Behauptung anzusehen. Ein Argument besteht also aus zwei Teilen, und zwar zum einen aus einer Begründung und zum anderen aus einer Behauptung.

Üblicherweise werden einem zwei Möglichkeiten geboten, von denen die eine meistens nicht gewünscht ist und die andere dann als kleineres Übel empfunden wird.

Dies wirkt oft überzeugend, da einem zwar zwei Möglichkeiten zur Wahl gestellt werden, während die eine objektiv nicht angenehm ist, und somit die andere als notwendige Lösung akzeptiert wird. Dies wird dann oft als zwingendes Argument bezeichnet.

Schwieriger wird es schon, wenn in den Pool der Möglichkeiten eine dritte , vierte oder fünfte Möglichkeit geworfen wird. Damit ist dem zweiten (weniger üblen) Argument seine Unausweichlichkeit genommen.

Andersrum dienen Argumente dazu, sich eine eigene Meinung zu bilden. Wenn man also daran interessiert ist, seine Meinung den anderen nahe zu bringen, wird man möglichst nur zwei Optionen nennen, von denen dann die präferierte “unausweichlich” wirkt.

Es gibt einen Test mit dem man feststellen kann, ob ein Argument tatsächlich gut ist:

– Es ist nur möglich jemand anderen mit Argumenten zu überzeugen, also mit Behauptungen für die es einen Grund gibt.

– Wenn ich jemanden von der Richtigkeit dieses Grundes überzeugen möchte, geht dies wiederum nur mit Argumenten.

– Es muss also nach der Begründung für diesen Grund gefragt werden.

– Eigentlich kann man immer weitere Begründungen für die jeweiligen Begründungen verlangen… Theoretisch könnte dieses nachfragen unendlich so weitergehen…

Praktisch kommt diese Kette jedoch schnell zu einem Ende, da eine weitere Frage nach der Begründung oft als unsinnig bzw. selbstverständlich angesehen wird. Natürlich könnte man an dieser Stelle theoretisch weiter ins Detail gehen, aber in der Praxis sind tief gehende Fragen zu den Gründen der menschlichen oder praktischen Realität in der täglichen Diskussion nicht gewünscht.

Allerdings macht es trotzdem Sinn alltägliche Dinge zu hinterfragen, da sich auf diese Weise auch alltägliche Fragen zum Menschenbild und Selbstverständnis besser verstehen lassen. Wichtig ist dabei zu unterscheiden, was dabei die Behauptung und was die Begründung ist:

Behauptung: das ist oft die Sache um die es geht bzw. wovon man überzeugt werden soll.

Begründung: das ist die Sache womit man überzeugt werden soll.

Dabei muss die Begründung relevant für die Behauptung sein. Der Grund warum man Argumente oft nicht erkennt ist, dass oft viel gesagt wird was eigentlich mit der Sache nichts zu tun hat.

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