Fantasie trainieren und "quer denken"

Fantasie trainieren und “quer denken”

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Medienschaffenden ist – neben der Beherrschung technischer instrumente – die sogenannte “Kreativität“.

Allgemein stellt man sich unter einem “kreativen Menschen” jemanden vor, der ein weisses Blatt Papier vor sich hat und durch “kreative Eingebungen” geniale neuartige Gedanken zu Papier bringen in der Lage ist.

Regelmäßig besteht Kreativität dann vor allem in der “Kombination” von bereits dagewesenem. Das neue Werk besteht dann oft in der noch nicht dagewesenen und originellen Kombination, oder im Hinzufügen einer persönlichen Note des Medienschaffenden.

Daher setzt Kreativität einen umfangreichen Schatz an Wissen voraus, der dem kreativen Menschen zur Kombination zur Verfügung steht.

Um bei dem eben genannten Bild des Kreativen vor seinem weißen Blatt zu bleiben, so wird er oder sie als erstes damit beginnen, sich an bereits erlebte Eindrücke im Leben zu erinnern, zu analysieren, zu kombinieren und dann zu Papier zu bringen.

So betrachtet mutet einem Kreativität nicht nur als “angeborene Fähigkeit” bestimmter Personen an, sondern als ein Handwerkszeug – beziehungsweise eine Denkmethode – die im Prinzip von vielen Menschen mit einigermaßen Lebenserfahrung trainiert werden kann.

Trainingsmethode

Eine Trainingsmethode besteht darin, am Abend – vor dem Schlafengehen – ein beliebiges Buch in die Hand zu nehmen und auf einer willkürlichen Seite aufzuschlagen, um dann mit dem Finger ein wirklich zufälliges Wort anzutippen.

Der erste Schritt besteht darin, vor dem einschlafen völlig frei die Fantasie um dieses Wort kreisen zu lassen und sich beliebige Situationen und Dinge rund um dieses Wort einfallen zu lassen. Völlig ungefiltert in Form eines Brainstorming.

Der zweite Schritt besteht dann – am nächsten Tag – darin mit vollem Bewusstsein immer zwischendurch an das gelesene Wort zu denken und die Erfahrungen des Tages in Verbindung mit diesem Wort zu bringen.

Der Lerneffekt ist nun ein mehrfacher:

Durch das “im Kopf behalten” eines Wortes über einen kompletten Tag, gewöhnt man sich daran, an einem Gedanken oder Projekt für längere Zeit festzuhalten.

Und das freie Kombinieren beliebiger Situationen des Tages mit dem zufällig gegebenen Wort, fördert das Kombinationsvermögen und erweitert das sonst übliche “lineare und eher zielorientierte Denken” um ein assoziatives und kombinatorisch-kreatives Denkmuster.

Derartiges Training nützt dann im weiteren Lebenslauf nicht nur im kreativen Hobbybereich, sondern kann auch den Beruf und das familiäre Zusammenleben bereichern.

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